Gottesdienstgemeinde Oberarth


Seit dem Jahr 1978 wird in der Marienkapelle Oberarth die hl. Messe nach dem überlieferten Messritus gefeiert.

Als erster Priester war von 1979 bis 1999 H. H. Kpl. Louis-Albert Charlier (+ 22.06.2001) an der Marienkapelle tätig.

Um den Unterhalt des Priesters und der Kapelle zu gewährleisten, wurden am 15. August 1979 der Verein OPUS PRO SACERDOTE (OPS) nach Art. 60 ff ZGB gegründet und im Handelsregister des Kantons Zug eingetragen.

Am 8. Dezember 1999 hat der H. H. Domherr Martin Bürgi die Seelsorge an der Marienkapelle übernommen. Mit der Errichtung der Personalpfarrei am 22. Februar 2012 ist er zum ersten Pfarrer der Personalpfarrei ernannt worden.

Am 1. Oktober 2014 kam Pfr. Hermann Ettinger nach Oberarth und war vom 1. Oktober 2015 bis zum 15. Juli 2018 Pfarrer der Personalpfarrei.

Sein Nachfolger als Pfarradministrator war bis Anfang 2019 Pfr. Dr. Martin Mayer.

Am 25. Februar 2019 hat S. E. Bischof Dr. Vitus Huonder P. Martin Ramm FSSP zum Pfarradministrator der Personalpfarrei ernannt.

Ihm zur Seite steht Pfarrvikar Marcus Williams, der am 13. Oktober 2018 von Bischof Vitus Huonder zum Priester geweiht worden ist.

Auch der hochverdiente H. H. Domherr Martin Bürgi wirkt trotz seines hohen Alters noch immer segensreich für die Pfarrei.

Gottesdienstgemeinde Felsberg/Seewen


Im Jahr 1977 hat Pfr. Alfred Marty, seit 1949 Pfarrer in Morschach, infolge der nachkonziliaren Neuerungen seine Pfarrei abgegeben. Den zahlreichen Gläubigen aus der näheren und ferneren Umgebung, die bislang zu ihm nach Morschach gingen, fehlte nun die geistige Heimat. Deshalb baten die Herren Paul Hediger-Bürgler, Paul Inderbitzin-Trütsch, Martin Reichlin und Gustav Herger den Bischof von Chur, Pfr. Marty eine Kirche oder Kapelle für die Zelebration der überlieferten Messe zur Verfügung zu stellen. Schließlich konnte Pfr. Marty mit seiner Köchin, Frl. Mathilde Fässler, bei Herrn August Budmiger-Schwarzentruber in Hochdorf wohnen, der zu diesem Zweck seine eigene Wohnung räumte und selbst in Miete ging. Ab dem Gut-Hirt-Sonntag hielt er für zweieinhalb Jahre regelmäßige Gottesdienste in einem von Herrn Wendelin Imhof-Bürgler zur Verfügung gestellten ehemaligen Werkstattraum in Goldau.

Die Kirchgänger schlossen sich zur „Katholischen Kirchengemeinde St. Pius X. Urschweiz“ zusammen und wählten als Präsidenten des Vereins Herrn Paul Hediger-Bürgler aus Seewen.

Die Zahl der Gottesdienstbesucher nahm zu, und die räumliche Enge drängte zu einer besseren Lösung. Man brachte in Erfahrung, dass das Restaurant „Felsberg” in Steinen SZ zum Verkauf stand. Um es zu kaufen, wurde am 8. September 1979 der „Pius-Verein” gegründet, der sich an den Statuten des im August in Baar gegründeten OPUS PRO SACERDOTE orientierte.

Die Liegenschaft „Felsberg“ wurde am 16. Oktober 1979 erworben und dann mit viel Eifer umgebaut. Am 1. Februar 1980 feierte Pfr. Marty seine erste heilige Messe in der neuen Hauskapelle. Nach seinem baldigen Tod am 10. März 1980 beschloss der Vorstand, sich der seit etwa 10 Jahren bestehenden Priesterbruderschaft St. Pius X. mit Sitz in Ecône zuzuwenden. Diese sah sich aber nicht im Stande, einen Priester zur Verfügung zu stellen, versprach jedoch, so gut wie möglich auszuhelfen.

In den folgenden Jahren waren folgende Priester am „Felsberg“ tätig:


Die Glaubensunterweisung der Kinder übernahm bis im März 1987 Pfr. Mehr aus Zug. Obgleich ohne ständigen Seelsorger, nahm das Messzentrum „Felsberg” einen bemerkenswerten Aufschwung.

Am 20. September 1987 übernahm Kpl. Charlier das Amt des Religionslehrers auf dem „Felsberg”. Daraufhin entstanden Spannungen mit der Piusbruderschaft, die den „Felsberg“ ganz für sich übernehmen wollte. Anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung des Pius-Vereins wurde am 14. Februar 1988 mit grosser Mehrheit die Übergabe an die Piusbruderschaft abgelehnt, worauf diese den völligen Rückzug vom „Felsberg“ erklärte.

Durch den Einsatz von Kpl. Alfred Betschart und Generalvikar Walter Niederberger gelang es, den Status des Messzentrums „Felsberg” mit dem Bistum Chur zu klären.

Im Jahr 1990 zogen P. Michael Kulig und P. Andreas Bröckling im Haus Felsberg ein und übernahmen die Seelsorge. Da P. Andreas Bröckling 1996 nach Meisterswil ging, kamen am „Felsberg“ neben P. Michael Kulig auch P. Dietmar Aust und P. Daniel Eichhorn von der Priesterbruderschaft St. Petrus zum Einsatz.

Nachdem P. Michael Kulig am 21. Mai 2002 tödlich verunglückt war, übernahm P. Martin Ramm von Thalwil aus die hl. Messen und auch den Unterricht der Kinder. Auf seine Initiative hin kam es am 11. September 2002 zu einer Übereinkunft mit der Gemeinde Seewen, welche die regelmässige Nutzung der ‚Alten Kapelle‘ in Seewen ermöglichte. Dort hat P. Ramm am 10. November 2002 die erste Sonntagsmesse zelebriert.

Von 2003 bis 2009 war P. Engelbert Recktenwald FSSP als Seelsorger auf dem Felsberg. Ihm folgte bis 2016 P. Vitaly Leontyev FSSP. Seit Sommer 2016 stehen der Felsberg und Seewen unter der vollen Verantwortung der Personalpfarrei Maria Immaculata.

Marienkapelle Oberarth


Genau an der Stelle, wo ein Vorarlberger den aus dem alten Zürichkrieg bekannten Ital Reding den Jüngeren ermordet hatte, liess im Jahr 1467 dessen Witwe, Anna Reding-Wagner, eine Kapelle errichten.

1514 wurde diese Kapelle durch eine Überschwemmung der Rigi-Aa bis zum Chor zerstört und zwei Jahre später, 1516, neu errichtet und eingeweiht.

Ihre heutige Form erhielt die Kapelle, nachdem sie nach einer weiteren Zerstörung – wiederum durch eine Überschwemmung – ab 1751 nicht nur wiederaufgebaut, sondern auch erweitert wurde. Aus dieser Zeit stammen die drei Rokoko-Altäre des Künstlers Johann Baptist Babel (1715-1798). Sie gelten als die qualitätvollsten der ganzen Innerschweiz.

Die Wiedereinweihung der Reding-Kapelle vollzog 1753 Weihbischof Karl Joseph Fugger von Konstanz. Patrone sind neben der Gottesmutter Maria auch die Heiligen Johannes der Täufer, Sebastian, Nikolaus und Barbara.

Im Jahr 1967 wurde die Marienkapelle restauriert und unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt. Damals erhielt sie neue Glocken. Eine weitere umfassende Restauration erfolgte von 2000 bis 2001.

Am 22. Februar 2012 hat S. E. Bischof Dr. Vitus Huonder die Marienkapelle zur Pfarrkirche erhoben.

Die Kapelle gehört der seit 1977 bestehenden privatrechtlichen ‚Reding Kapell-Stiftung‘.

Alte Kapelle Seewen


Schon im Jahr 1493 wird in Seewen eine Kapelle als bestehend erwähnt. Um 1500 kam es an deren Stelle zu einem Neubau, welcher von Weihbischof Balthasar Brennwald aus Konstanz zu Ehren der Jungfrau Maria eingeweiht wurde.

Die Legende sagt, in den Wirren der Reformation habe eine Frau aus den Niederlanden ein Bildnis der Gottesmutter nach Einsiedeln retten wollen. Auf ihrem Weg durch die Innerschweiz habe sie in Seewen gerastet. Dort sei Maria ihr erschienen und habe gewünscht, sie solle das Bild in Seewen lassen, denn dort wolle sie als gnadenspendende Gottesmutter die Gebete frommer Pilger erhören.

Am Pilgerweg nach Einsiedeln gelegen, entwickelte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts ein reger Wallfahrtsbetrieb, und in den folgenden Jahren wurde die Kapelle immer reichlicher ausgestattet. Im Jahr 1581 erhielt sie das Taufrecht und 1604 eine neue Orgel.

Infolge des stets wachsenden Pilgerstroms hat man 1642 die Kapelle abgebrochen und sie durch eine grössere ersetzt, die am 27. August 1644 zu Ehren der heiligen Jungfrau eingeweiht wurde. Der 1673 erbaute Glockenturm wurde 1681 erhöht, und 1760 erhielt er seine heutige Gestalt.

Das Innere der Kapelle wurde ab 1772 völlig umgestaltet. 1775 schuf Josef Ignaz Weiss sämtliche Deckengemälde.

Nach einem mehr als zehnjährigen Streit über Erhalt oder Abbruch der Kapelle wurde die ‚Alte Kapelle‘ in den 1970er Jahren mit Hilfe des Kantons liebevoll renoviert, so dass sie heute in schönstem Licht erstrahlt.

Ihre zweimanualige Orgel im Stil des Neobarocks hat 1996 die Firma Metzler aus Dietikon gebaut. Sie verfügt über 17 klingende Register. Register- und Spieltraktur sind rein mechanisch.